Verabschiedung von Schulleiterin Frau Deittert

Schülerschaft und Kollegium der Johannesschule, Vertreter der Eltern, Kirchengemeinden, Nachbarschulen, Kindergärten, des Fördervereins und aus Politik und Verwaltung waren sich am Donnerstagmorgen bei der offiziellen Verabschiedung von Schulleiterin Jutta Deittert völlig einig: „Wir lassen dich nur ungern gehen.“ Denn sie habe, so Konrektorin Eva Storm in ihrem Grußwort, in „jetzt über neun Jahren als Konrektorin und Rektorin leidenschaftlich für uns und mit uns gearbeitet.“ Darum habe „sie jetzt ihren Ruhestand wirklich verdient“.

Das sah auch Schulrätin Monika Eggert so. Sie brachte neben der Urkunde eine große Rose mit. Diese stehe, so zitierte sie den Fuchs aus „Der kleine Prinz“, symbolisch für das Übernehmen von Verantwortung. Jutta Deittert habe als Schulleiterin „immer mehr als ihre Pflicht getan“ und das Schulleben zur Blüte gebracht: „Dafür seine Zeit zu verlieren ist eine gut investierte Zeit.“

Dann ging die Schulrätin kurz auf wichtige Stationen der nunmehrigen Ruheständlerin ein: Schulzeit im Sauerland und an der Hildegardisschule in Münster, Ausbildung zur technischen Lehrerin, 1969 bis 1973 Studium an der PH in Münster mit den Schwerpunktfächern Mathematik, Chemie und Geschichte, 1974 zweites Staatsexamen in Emsdetten an der Surholtschule, Dienstantritt am 1. August 1974 in Elte, 1995 Konrektorin an der Johannes-Grundschule in Mesum. Hier übernahm sie, 2001 zunächst kommissarisch, ab 2002 die Schulleitung.

Damit der scheidenden Pädagogin der Abschied nun nicht gar so schwer wurde, hatte die Johannes-Grundschule zu ihrer Verabschiedung in der Turnhalle ein kurzweiliges Programm mit fröhlichen Texten und Liedern schwungvoll inszeniert. Durch die Feier zog sich wie ein roter Faden das „Lied für den Koffer“. Alle Klassen, die Elternpflegschaft, der Förderverein und das Kollegium brachten sich jeweils mit einer gesonderten Strophe darin ein, wobei jedes Mal ein kleines Geschenk in einen großen Koffer kam, mit dem sich anschließend Jutta Deittert „auf die Reise in den Ruhestand“ machen konnte.

Die vielen Grundschüler hatten ihren Spaß an diesem Morgen, vor allem an der vielen Musik im fetzigen Rap-Stil. Große Begeisterung löste das „Symphonieorchester“ aus, in dem „ganz überraschenderweise“ Jutta Deittert ihre „Abschiedsvorstellung“ geben musste, weil „zufällig noch ein Stuhl frei war“: Lehrer „spielten“ mit Hilfe von Plastiktüten unter dem Dirigat von Rita Verlage den „Türkischen Marsch“. Da tobten die Kinder und verlangten stürmisch eine Zugabe. Dem so ungewohnten Schülerlob mochte sich das verdutzte Kollegium nicht entziehen. Und so endete die Abschiedsfeier, die mit einem kleinen Empfang fortgesetzt wurde, ausgesprochen fröhlich.

Da fielen Jutta Deittert die Dankes- und Abschiedsworte nicht mehr gar so schwer. Sie erinnere sich noch gut an ihre Bewerbung um die Stelle in Mesum, bekannte sie: „Es war eine schöne Zeit hier mit Höhen und Tiefen.“ Ihr Dank galt dem Kollegium, den Eltern und Förderern „für ihr Vertrauen und ihre Mitarbeit“ und ganz besonders „den vielen lieben Kindern, die mir Freude gemacht haben.“

(Franz Greiwe/Quelle: Münsterländische Volkszeitung)

 

 

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